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Gründungsprotokoll

1900: Am 8.August haben sich im Gasthaus „Zum Lamm“ in Bulach die im nachfolgenden Gründungsprotokoll aufgeführten 80 Bulacher Bürger unter Vorsitz von Bürgermeister Klein zur Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr Bulach“ entschlossen und sind sofort beigetreten.

 

Mit dem Motto: „Gott zur Ehr´- dem Nächsten zur Wehr“ hat sich unterm heutigen ein freiwilliges Feuerwehr-Corps dahier gebildet, welches künftigen den Namen „Freiwillige Feuerwehr Bulach“ tragen soll.

 

Die im anliegenden Verzeichnis unterschriebenen Einwohner sind derselben als aktive Mitglieder beigetreten und als Mitbegründer des Corps zu betrachten.

Zweck: Die freiwillige Feuerwehr in Bulach ist eine in der inneren Verwaltung ihrer Angelegenheiten selbstständige Vereinigung von Männern, welche sich bei Feuersgefahr die Rettung des bedrohten Lebens und Eigentum als Aufgabe gestellt hat.

 

Die Losung derselben lautet: „Einer für Alle – Alle für Einen.“

 

Das Corps wir dem badischen Feuerwehrverein als Mitglied beitreten und sich als solches dem Feuerwehrverband des Kreises Karlsruhe anschließen. Zur Bestreitung der Kosten für die Anschaffung der Mannschaftsausrüstungen, welches sich inclusive des Arbeitsanzugs auf ca. …Mark belaufen werden, sollen wie dies bei anderen Gemeinden bei Gründung von Feuerwehren auch gehandhabt wurde, in erster Linie die Landesfeuerwehrunterstützungskasse und dann die in Bulach vertretenen Feuerwehrführungsgesellschaften um freiwillige Unterstützung angegangen werden, so daß dann der Rest aus Gemeindemitteln zu bestreiten wäre.

 

Zur Ausarbeitung der Statuten bleibe dem heute zu wählenden Verwaltungsrat überlassen.

 

Die definitive Annahme der Statuten bleibe einer später einberufenden Versammlung vorbehalten.

 

Mit der heutigen Gründung erklären sich Urstehenden einverstanden:

 

Bulach, den 8.August 1900
 

     

Leopold Speck Markus Bohner
Hermann Zöller Eduard Schäfer
Joseph Braun Johann Butz III
Otto Braun   Magnus Bohner
Sebald Braun Jakob Koch  
Adolf Butz   Eduard Becker
Paul Pritsch   Ziriak Braun  
Adolf Schätzle Joseph Speck III
Theodor Braun II Anton Essig  
Stephan Zöller B.Fichthaler  
Leopold Bohner K.Zöller  
Wendelin Bohner I August Hemberger
Johann Becker II August Diebold
Wendelin Traub III Adolf Fischer
Hugo Klein   Stephan Walter
Wendelin Wieser Alexander Breitinger
Valentin Zöller Joseph Bohner
Heinrich Bohner III Anton Martin
Stephan Braun II Robert Fichthaler
Joseph Zöller Joseph Schätze VII Zimmermann
Anton Fichthaler August Weber II
Philipp Michael Stephan Martin
Hermann Fichtaler August Rastätter
Hugo Braun   Leopold Braun
Emil Schiffhauer Karl Drapp  
Valentin Hartmann Michael Stoffel
Berthold Fuhs Anton Philipp
Karl Bohner II Karl Schätzle
Zachäus Stiefel Johann Adolf Butz
Joseph Schätzle XI Wilhelm Bohner
Karl Bohner   Valentin Vogel
Bernh. Axtmann Wilh. Maisch
Heinrich Zöller I Leopold Zöller
Joseph Schmuck Adolf Wieser
Friedolin Wieser Bernh. Zöller IV
Simon Rastätter Jakob Dietz  
Bernhard Braun IV Anton Roll  
Karl Weber   Joseph Philipp
Wilhelm Speck  Franz Müller
B.Hittler   Albert Maisch

  




Historisches

Am 8.August 1900 gründeten im Gasthaus "Zum Lamm" 80 Bulacher Bürger unter Vorsitz des Bürgermeisters Alois Klein die "Freiwilligen Feuerwehr Bulach". Zweck dieser Wehr sollte sein, "als selbständige Vereinigung bei Feuersgefahr bedrohtes Leben und Eigentum zu retten." 1901 wurden als Vorbereitung zur Gründung einer Feuerwehrkapelle Instrumente angeschafft.

Nach Fertigstellung des Bulacher Rathauses 1905 wurde unmittelbar angrenzend auch ein Spritzenhaus erstellt. Am 20.Mai 1921 wurde die "Freiwillige Feuerwehrkapelle Bulach" gegründet. Die Eigenständigkeit der Feuerwehr blieb trotz der Eingemeindung des Stadtteils Bulach am 1.April 1929 vorerst bestehen. Die Feuerwehrkapelle Bulach und der Musikverein Harmonie schlossen sich zusammen. Am 21.November 1936 erfolgte auf Beschluss der nationalsozialistischen Reichsregierung der Zusammenschluss aller Freiwilligen Feuerwehren der Vororte. Die neue Bezeichnung lautete nun "Freieillige Feuerwehr Karlsruhe-Durlach e.V. - Löschzug Bulach -". Durch diese Umorganisation war die Selbständigkeit der Feuerwehr, auch im örtlichen Bereich, beendet. Während den Kriegsjahren 1939 - 1945 wurden die nicht zum Militärdienst verpflichteten Kameraden im gesamten Stadtgebiet und außerhalb von Karlsruhe zur Brandbekämpfung und Menschenrettung nach den verheerenden Luftangriffen eingetzt. Durch ihre Hilfsbereitschaft konnten viele Personen gerettet und Sachschäden verhindert werden. 1946 bemühte sich eine kleine Schar Getreuer um den Wiederaufbau der Bulacher Feuerwehr. Im Jahre 1950 konnte das 50-jährige Bestehen gefeiert werden. Aufgrund des neuen Landesfeuerwehrgesetzes vom 6.Februar 1956 und Änderung der Feuerwehrsatzung der Stadt Karlsruhe wurden die Stadtteilwehren als Abteilungen zur Freiwilligen Feuerwehr zusammengefasst, die Bulacher Feuerwehr heißt seitdem "Freiwillige Feuerwehr Karlsruhe, Abteilung Bulach". Die Abteilung Bulach erhielt am 10.Juli des Jahres 1962 ein von der Berufsfeuerwehr Karlsruhe außer Dienst gestelltes voll funktions- und einsatzfähiges Löschfahrzeug (LF 25).

Bisher musste die neun Mann starke Einsatzgruppe ihre Tragkraftspritze noch mit Muskelkraft oder schnell requirierter Zugmaschine zum Einsatzort bringen. 1965 wurden vom Bund für die Abteilung Bulach 3 neue Löschfahrzeuge zugeteilt (LF 16 TS, VLF, TLF 8). 1974 wurde der Tragkraftspritzenanhänger durch ein stadteigenes TSF ersetzt. Das Jahr 1975 steht - neben dem 75-jährigen Jubiläum - ganz im Zeichen der Jugend. Am 10.Januar 1975 wurde die Gründung einer Jugendfeuerwehr mit 13 Jugendlichen vollzogen. 1976 wurde die Abteilung Bulach mit 15 Funkalarmempfängern ausgestattet. Die Alarmierung über Sirene, wie sie bis dahin üblich war, entfiel, die insbesondere in den Nachtstunden die nichtbetroffene Bevölkerung beunruhigte. Am 17. Februar 1978 wurde der Abteilung Bulach ein neues städtisches LF 8 übergeben. Auf dem internationalen Jugendzeltlager in Karlsruhe-Grötzingen knüpfte die Bulacher Jugendfeuerwehr erste Kontakte mit der Jugendfeuerwehr aus Auersbach (Österreich). Die Grundsteinlegung für den Neubau des Bulacher Feuerwehrgerätehauses erfolgte am 6.März 1981. Der alljährliche Familienausflug führte im gleichen Jahr zum ersten Mal zu unserer befreundeten Wehr nach Hattstatt/Elsaß. Genau 14 Monate nach der Grundsteinlegung wurde das neue Feuerwehrgerätehaus am 6.Mai 1982 übergeben.

Die mit der Feuerwehr Hattstatt 1975 begonnene Freundschaft wurde in eine Partnerschaft umgewandelt und am 9.September 1984 urkundlich besiegelt. Auch mit der Feuerwehr Auersbach wurde anlässlich der 10-jährigen Freundschaft 1988 eine Partnerschaft besiegelt. In einer Feierstunde wurde der Bulacher Feuerwehr am 28.Mai 1992 ein LF 16 übergeben, das zuvor in den Diensten der Berufsfeuerwehr stand. 1997 wurde anlässlich des 70-jährigen Bestehen und 30-jähriger Freundschaft die Feuerwehr Aschbach besucht. Im Jahre 2000 schliesslich feierte die Feuerwehr Bulach mit einem rauschenden 4-Tage-Fest ihr 100-jähriges Bestehen.

 

 

 

Die Wehr im Jahr 1905

 

 

Das Löschfahrzeug 1962

 

 

Einweihung Gerätehaus 1982